SWR Doku Festival findet parallel zu Dokville statt

Der Deutsche Dokumentarfilmpreis, den der Südwestrundfunk (SWR) und die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) seit dem Jahr 2003 vergeben, wird in diesem Jahr Ende Juni in Stuttgart verliehen. Parallel zum Branchentreff Dokville findet 2017 erstmals das SWR Doku Festival vom 28. bis 30. Juni 2017 statt. Dieses Festival will ein breites Publikum für den dokumentarischen Film begeistern. Der Deutsche Dokumentarfilmpreis wird wie auch das Festival und der Branchentreff Dokville in Zukunft jährlich in Stuttgart stattfinden.

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Zusammen mit der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg und dem Haus des Dokumentarfilms vergibt der SWR seit 2003 den Deutschen Dokumentarfilmpreis, ab 2017 jährlich. Der Deutsche Dokumentarfilmpreis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird von SWR und MFG gestiftet. Das Haus des Dokumentarfilms vergibt einen Förderpreis in Höhe von 3000 Euro. Erstmals dabei ist die Norbert Daldrop Förderung für Kunst und Kultur: Mit 5000 Euro ist ihr Preis für Künstler oder die Herstellung von Kunst dotiert. Ebenfalls zum ersten Mal fördert die Stuttgarter Zeitung beim Deutschen Dokumentarfilmpreis: Ihr Preis der »STZ Leserjury« ist mit 4000 Euro dotiert.

Über diese Preise entscheidet eine Jury aus sieben Repräsentanten aus den Bereichen der Filmschaffenden, der Filmhochschulen, der Film- und Fernsehkritik und des Kunstschaffens aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Leitung des Festivals hat Goggo Gensch, langjähriger Autor und Redakteur beim SWR. Seit 2001 ist er Redaktionsleiter der renommierten Reihe »Schätze der Welt – Erbe der Menschheit« für die er auch zahlreiche Filme als Autor gedreht hat. Für 3sat produziert er seit 2002 den Thementag »In 24 Stunden um die Welt«. 2015 hat er zudem die Redaktionsleitung der erfolgreichen SWR Reihe »Eisenbahn-Romantik« übernommen.

Filme für den Deutschen Dokumentarfilmpreis konnten bis zum 15. Februar 2017 eingereicht werden.

Dabei muss es sich um einen deutschsprachigen Dokumentarfilm mit einer Mindestlänge von 50 Minuten handeln. Zudem muss er in den letzten zwei Jahren vor der Sitzung der Jury in deutschsprachigen Fernsehprogrammen in der Bundesrepublik Deutschland erstausgestrahlt oder als Kino-/ Fernsehproduktion im Kino oder auf einem Festival uraufgeführt worden sein. Der Autor oder Autorin oder Regisseur/Regisseurin müssen im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) leben.

Wurde ein Film mit diesen Kriterien nicht in der deutschen Sprache gedreht, ist er dennoch zugelassen, wenn er deutsch untertitelt oder eine deutsche Overvoice-Fassung erstellt wurde. Genaue Angaben zum Reglement sowie zur Einreichung gibt es auf einer vom SWR eingerichteten Webseite:

» Deutscher Dokumentarfilmpreis 2017

(Thomas Schneider)

Veröffentlicht am 14.12.2016 | aktualisiert: 24.3.2017